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Elektrokamine – Gemütlichkeit und Wärme


Je näher die kalte Jahreszeit heranrückt, desto mehr verspüren viele Menschen verständlicherweise den Wunsch, sich in den eigenen vier Wänden aufzuhalten. Und um es sich dort so gemütlich wie möglich zu machen, ist es schon seit langer Zeit gang und gäbe, sich einfach vor ein angenehm warmes Kaminfeuer zu setzen – am besten noch mit einem guten Buch, oder (und) einer Tasse Tee in der Hand.

Einer der großen Nachteile von derartigen Kaminen im eigenen Wohnraum ist allerdings die Tatsache, dass durch den Kaminbetrieb nicht nur regelmäßig Schmutz entsteht, sondern auch der Fakt, dass die Nutzung eines Kamins auch immer eine unangenehme Rauchentwicklung in der Wohnung zur Folge hat. Darüber hinaus ist die Grundvoraussetzung, um einen handelsüblichen Kamin überhaupt zu haben, ein intakter Schornstein. Und da viele Menschen eben nicht über einen solchen Schornstein verfügen, bleibt die Wunschvorstellung eines eigenen Kamins auch oft genau das – nämlich eine Wunschvorstellung.

Dieser Wunsch kann jedoch Realität werden – auch ganz ohne Schornstein. Alles was man dafür benötigt, ist ein sogenannter „Elektrokamin“. Was es mit derartigen Kaminen auf sich hat, und welche Aspekte sonst noch mit diesem Thema verbunden sind, lässt sich in zusammengefasster Ausführung in diesem Artikel finden.

Was ist ein Elektrokamin?

Bei einem Elektrokamin handelt es sich, wie der Name bereits vermuten lässt, um eine elektrisch betriebene Heizung, die von der optischen Aufmachung her einem klassischen Kamin ähnelt. Allerdings wird bei diesen Modellen weder Kohle, noch Erdgas oder Holz verbrannt. Stattdessen erzeugen diese Kamine einfach nur Wärme mithilfe von elektrischer Energie. Häufig werden sie in normale Kamine gestellt, welche nicht mehr dazu in der Lage sind, klassische Kaminfeuer zu erzeugen. Elektrokamine werden in aller Regel an einer Wand angeschlossen, und ausschließlich mit Flammen betrieben. Darüber hinaus besteht Möglichkeit, sie auch einfach nur wie eine typische Heizung zu nutzen, deren Verbrauch in etwa bei 1,4 bis 1,6 kW liegt, und ein bis zu 37 m² großes Zimmer beheizen kann.

Vorteile eines Elektrokamins

In puncto Aufwand und Schmutz ist der Umgang mit einem Elektrokamin wesentlich einfacher zu handhaben, als mit normalen Kaminen. Mit den elektrisch betriebenen Exemplaren kann kein Staub, kein Rauch und kein Ruß entstehen, sodass der Kamin nicht in regelmäßigen Abständen von Asche befreit werden muss. Eine Scheibe, die einer tagtäglichen Reinigung bedarf, fällt ebenso weg. Darüber hinaus fällt auch das Thema „Holz“ komplett weg, da dieses weder eingekauft, noch gehackt oder transportiert werden muss. Ein weiterer großer Pluspunkt eines elektrischen Kamins ist die Tatsache, dass für dessen Betrieb kein Schornstein gebraucht wird. Theoretisch kann ein Elektrokamin nicht nur in einfachen Wohnungen, sondern auch auf Terrassen, in Bars, Restaurants und weiteren öffentlichen Einrichtungen genutzt werden, bei denen kein Rauchabzug zur Verfügung steht. Aufgrund dessen gibt es für derartige Kamine auch keine Genehmigungspflicht oder ähnliches.

Die Mehrzahl der heute existierenden Elektrokamine ist mit einer eingebauten Heizung versehen, welche sich in unterschiedlichen Wärmestufen einstellen lässt. Dadurch ist es möglich, im Gegensatz zu einem Kamin anderer Art, mit einem Elektrokamin vernünftig zu heizen. Währenddessen ist der Feuereffekt des Elektrokamins frei einstellbar – ohne, dass dafür eine höhere Heizleistung nötig ist. Aus diesem Grund ist es auch durchaus möglich, diesen Kamin nicht nur an kalten Tagen zu verwenden, sondern auch zu Gelegenheiten, wo gar nicht geheizt werden muss. Der Betrieb eines elektrischen Kamins ist (auch auf lange Sicht) praktisch mit kaum Gefahren verbunden. Insofern ist ein Elektrokamin auch besonders gut für Familien mit kleinen Kindern oder Haustieren geeignet. Auch an Orten, wo die Erzeugung von offenen Feuern nicht erlaubt ist. Aus all dem geht also deutlich hervor, dass die Nutzung eines Elektrokamins mit weit weniger Risiken verbunden ist, als der Einsatz eines echten Kamins.

Nachteile eines Elektrokamins

Bedauerlicherweise verfügen die meisten Elektrokamine, bzw. die Flammen dieser Kamine nicht über einen Knistereffekt, wie es bei echten Flammen der Fall wäre. Allerdings gibt es trotzdem die Möglichkeit, einen derartigen Knistereffekt quasi „nachzurüsten“, in dem ins Innere des Kamins ein MP3-Player untergebracht wird, der diese Knisterlaute von sich gibt. Außerdem ist für die Nutzung eines solchen Kamins ein Stromanschluss zwingend notwendig, was in vielen Fällen die Positionierung des Elektrokamins in einem Raum schwieriger macht.

Des Weiteren sind mit einem solchen Kamin natürlich auch zusätzliche Stromkosten verbunden. Je nachdem, ob so ein Kamin über eine eingebaute Heizung verfügt oder nicht, ist eine Kostenerwartung von ungefähr 0,50 € pro Stunde durchaus realistisch. Wenn es jedoch um den reinen Feuereffekt (ohne Heizwirkung) geht, dann belaufen sich die dadurch entstehenden Kosten im Schnitt lediglich auf 0,02 bis 0,09 € in der Stunde.

Wie funktioniert ein Elektrokamin?

Wie bereits erläutert, handelt es sich bei Elektrokaminen um eine simple Alternative zu herkömmlichen Kaminöfen. Mithilfe von elektrischen Heizwiderständen wird von Elektrokaminen die Raumluft erwärmt, sodass man Elektrokamine durchaus auch als Elektrodirektheizungen bezeichnen kann. Strombetriebene Heizelemente erwärmen die Luft im Kamin, wodurch diese Luft wiederum aufsteigt und sich im ganzen Zimmer verteilt. Währenddessen wird ebenfalls ein Unterdruck im Ofen erzeugt, der die frische Luft im Raum ansaugt, um sie daraufhin zu den Heizflächen weiterzuleiten. Die thermische Energie wird also (im Gegensatz zu normalen Kaminen) durch das Konvektionsprinzip in den Raum geleitet.

Anforderungen an einen Elektrokamin

Bei den meisten Elektrokaminen ist es problemlos möglich, sie an ganz normale Haushaltssteckdosen anzuschließen. Es ist dabei jedoch von entscheidender Bedeutung, dass sich die dafür genutzte Steckdose entweder an einer Sicherung, oder an einem dezidierten Leistungsschalter befindet. Letzteres bedeutet, dass der Leistungsschalter nicht mit Beleuchtungskörpern, oder anderen Steckdosen geteilt wird, und nur für die Versorgung einer einzigen Steckdose zuständig ist. Der Stromkreis kann nämlich beim Anschließen eines Elektrokamins überlastet werden, wenn dieser an eine Steckdose angeschlossen wird, die sich eine Sicherung, oder einen Schutzschalter mit weiteren Beleuchtungskörpern oder Steckdosen teilt. Es ist auch möglich, dass derartige Gegebenheiten den Schutzschalter auslösen können, was das ganze durchaus zu einem Sicherheitsrisiko macht.

Man muss aber auch sagen, dass es sich bei vielen Elektrokaminen um eingebaute Modelle handelt, bei denen eine feste (und neue) Verdrahtung notwendig ist, sowie ein neuer Leistungsschalter. Für solche Arbeiten ist es immer wesentlich empfehlenswerter, einen entsprechenden Fachmann ins Boot zu holen, wenn für einen solchen Kamin eine neue Verkabelung hermuss, oder ein fest verdrahtetes Modell installiert werden soll.

Weitere wichtige Hinweise:

  1. Ein Elektrokamin sollte unter keinen Umständen an ein Verlängerungskabel angeschlossen werden.
  2. Es sollten immer die Anweisungen des Herstellers befolgt werden, wie sie im Produkthandbuch stehen.

Was für Arten von Elektrokaminen gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Hauptarten von E-Heizungen, die bei der Fertigung von Elektrokaminen zum Einsatz kommen. Zum einen gibt es die „Gebläse-Heizregister“, und zum anderen die „Quarz-Infrarotheizung“. Letztere ist zwar im Verhältnis deutlich weniger verbreitet, aber verbraucht dafür wesentlich weniger Energie. Des Weiteren existieren mittlerweile auch Keramikheizungen, welche auf dem Markt zu den neuesten Modellen gehören, die nach dem Konvektionsprinzip funktionieren.

Elektrisch betriebene Kamine, welche mit Gebläse-Heizwänden versehen sind, können in einem 40 bis 50 qm großen Raum noch zusätzliche Wärme liefern. Derartige Modelle stellen die deutliche Mehrheit der Elektrokamine dar, welche wie folgt funktionieren: Es wird Luft von einem kleinen Ventilator über die Heizregister geblasen, woraufhin die warme Luft aus einer Öffnung entweicht, welche sowohl über, vor oder unter dem Kamin auffindbar sein kann. Allerdings ist es dabei wichtig, dass der Kamin mindestens zwei Meter von sämtlichen brennbaren Materialien entfernt steht, damit die Luftöffnung nicht zu einem ernsten Problem wird.

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